Die Elemente - Herkunft

Ich stelle in meiner Arbeit und auf meinem eigenen Weg immer wieder fest, dass es eine Überzeugung gibt, die uns Menschen aus unserem Kulturkreis nachhaltig daran hindert, glücklich zu leben: In unserer Tiefe lauert entweder eine Überzeugung oder eine Sorge, im Kern aus etwas Schlechtem zu bestehen oder böse bzw. nicht gut zu sein.

Wir finden diese Sichtweise in einem weit verbreiteten Schöpfungsmythos, mit dem sehr Viele von uns aufgewachsen sind: Die Geschichte vom Sündenfall und der Vertreibung aus dem Paradies. Und auch wenn wir uns für aufgeklärte Menschen halten entfaltet diese Geschichte doch eine erstaunliche Macht. Und diese Überzeugung begegnet uns auch an vielen anderen Stellen der Kulturgeschichte. Sie hat sich tief in unser kollektives Bewusstsein eingegraben.

Hier bietet die Arbeit mit den Elementen eine große Heilungsmöglichkeit.
Denn es ist sehr leicht, in konkreten verbindenen Ritualen zu erleben, dass ich aus den Elementen aufgebaut bin, dass diese Urkräfte meine Herkunft sind.
Und es ist sehr leicht, diese Urkräfte als etwas im Kern Gutes, Lebensbejahendes zu erfahren.

Wenn ich diese beiden grundsätzlichen Einsichten im Ritual - und dann in meinem Alltag - immer wieder erlebe, grabe ich der Überzeugung, ich könnte im Kern schlecht/böse sein, nach und nach das Wasser ab. Stattdessen gieße ich mit diesem Wasser eine natürliche, ungezwungene und freie Sichtweise von mir als einem Wesen, das aus etwas Gutem gemacht ist.


Herzliche Grüße,
Johannes

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